Lage

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Der Haubarg Fleudenberg liegt in ruhiger Alleinlage auf der Ferienhalbinsel Eiderstedt, an deren Spitze sich St. Peter-Ording mit seiner weiten Dünenlandschaft, dem hohen Himmel und den beeindruckenden Stränden befindet. Die Halbinsel Eiderstedt liegt an der Nordseeküste im Westen Schleswig-Holsteins, eine gute Autostunde nördlich von Hamburg.

Das historische Hafenstädtchen Tönning und die Eider sind vom Haubarg Fleudenberg in 5 Auto-Minuten zu erreichen, der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer bei Uelvesbüll in 10 und die Strände St-Peter-Ordings in nur 20 Minuten.

Der Haubarg Fleudenberg liegt etwa 260 m zurückgezogen von einer kleinen Landstraße 311, erschlossen über den eigenen Weg „Hof Fleudenberg“ inmitten von Feldern und Weiden.

Das eigentliche Grundstück ist umfasst von einem Wassergraben, der im Torbereich repräsentativ ausgeprägt ist. Dieser Graben wird hier „Graft“ genannt. Entlang des Grabens findet sich die „Windschur“, das ist eine das komplette Grundstück umfassende Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern als Windschutz.

Historie

Die Halbinsel Eiderstedt entstand seit dem Jahr 1000 durch Landgewinnung aus den drei Inseln Utholm, Evershop und Eiderstedt. Es reichte vom heutigen St. Peter-Ording im Westen bis nach Koldenbüttel (vor Friedrichstadt) im Osten.

Eine besonders große und prächtige Form von friesischen Bauerhäusern ist nur auf der Halbinsel Eiderstedt verbreitet, der Haubarg.

Das Wort „Haubarg“ bezeichnet eine Stätte zum Bergen von Heu. Die Architektur des Haubarg beruht auf niederländischen Einflüssen, die ersten Haubarge entstanden nach 1600 als Ständerbauten, die den Bedürfnissen der Einlagerung der Ernte der Ackerbauern angepasst sind und zum Teil gewaltige Ausmaße erreicht haben. Ackerbau wurde in den Marschen erst rentabel, als es gelang, durch bessere Sielsysteme, die nassen Marschflächen effizienter zu entwässern. Fachwissen und Kapital kamen insbesondere mit den im Wasser- und Deichbau führenden Holländern nach Nordfriesland.

Vier gewaltige Ständer bilden in der Mitte des Haubargs einen Vierkant, in dem das Stroh gelagert wurde, das nach dem Dreschen anfiel. Darum herum angeordnet waren die Wohnräume und Ställe. Diese selbsttragende Bauweise trug unter anderem dazu bei, das Haus widerstandsfähig gegen Naturgewalten, insbesondere Stürme und daraus resultierende Sturmfluten, zu machen.

1860 wurden noch 414 dieser Gebäude registriert. Davon sind heute allerdings nur noch 40 in ihrer inneren und äußeren Struktur erhalten.

Unser Haubarg Fleudenberg wurde ca 1850 errichtet und bis 1972 als Bauernhof betrieben. Seitdem ist er in privaten Händen und dient als Wohnhaus. Zu Beginn der Neunziger Jahre wurde im Nachbardorf Kotzenbüll auf dem Junkernhof eine Haubargscheune abgebaut und nach denkmalpflegerischen Grundsätzen hinter dem Haubarg wieder aufgebaut. So kommt es zum Ensemble von Haubarg und Remise wie Sie es jetzt erleben können.

Denkmalschutz

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Sowohl der Haubarg Hof Fleudenberg wie auch die Remise vom Junkernhof wurden am 10.02.1986 und am 02.09.1991 unter Band 2 und Band F Blatt 64 und 66 als Kulturdenkmale in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen und stehen seither unter Denkmalschutz.

Demzufolge können Sie bei Erwerb einer Wohnung anteilige Abschreibungen auf die Baukosten in Anspruch nehmen.

Aufgrund der geringen Anzahl von nur 40 verbleibenden Haubarge auf Eiderstedt billigt ihnen die Denkmalbehörde landschaftsprägende Qualität zu, was dazu führt, dass die Außenhülle und Gesamtanlage unveränderbar sind. In unserem Fall bezieht sich der Denkmalschutz auch auf die Vierkant-Konstruktion von Haubarg und Remise als typisches konstruktives Merkmal.

Konzept

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Die landschaftsprägenden Wirkung des großen Reetdachs und die vorhanden Tragstruktur der Vierkant-Konstruktion bestimmen Charakter, Einzigartigkeit und Denkmalwürdigkeit beider Gebäude.

In diese Struktur greifen wir nicht ein. Nichttragenden Wände werden entfernt und die acht Maisonette-Wohnungen entstehen in einer „Haus in Haus“- Konstruktion mit neuen Böden, Wänden und Decken. Sie stützen die vorhandene Struktur, erfüllen zeitgemäße Ansprüche an den Energieverbrauch und bringen ein großes Maß an Privatheit mit.

Alle Wohnungen erhalten im Erdgeschoss einen eigenen, direkten Zugang über die großzügige Terrasse. Im Obergeschoss gibt einen Ausgang zur Galerie im Vierkant. Die Decke der Galerie lässt durch eine feuerhemmende Glaskonstruktion den freien Blick in die Dach- und Tragekonstruktion zu. Eine Treppe führt von der Galerie ins Erdgeschoß, über einen Flur gelangt man dort ins Freie. In der Remise entstehen zwei loftartige Wohnungen. Die Besonderheiten sind hier das kolossale Raumgefühl und die großen Öffnungen über die verglasten, ehemaligen Scheunentore.

Wir erhalten also, und restaurieren wo es möglich und sinnvoll ist.
Entsteht Neues, wird modern gebaut.

Ein spannender und sichtbarer Kontrast zwischen Alt und Neu wird den Umbau bestimmen. Wir legen großen Wert auf handwerkliche Qualität, langlebige und ökologisch sinnvolle Materialien und geschmackvolle Details.

Und mit großem Respekt vor Tradition und Geschichte von Haubarg und Remise machen wir die Gebäude fit für den Weg ins 21. Jahrhundert.